Copyright: Zentrale der Treppenmeister GmbH in Jettingen

Ein Einblick in ein gemeinsames Projekt mit der Treppenmeister Partnergemeinschaft

Hinweis: Bei den hier veröffentlichten Daten handelt es sich um abgeänderte, fiktive Daten.

Der Ruf nach ökologischer Nachhaltigkeit wird sowohl von Politik, Wirtschaft als auch von Konsument*innen immer lauter. Auf nationaler und internationaler Ebene werden nicht mehr nur Richtlinien verabschiedet, sondern bereits auch feste Regularien, die zu einer Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit in Europa und somit auch in Deutschland führen. Mit den Änderungen des Klimaschutzgesetzes hat die Bundesregierung die Klimaschutzvorgaben weiter verschärft und verfolgt das Ziel, dass Deutschland bis 2045 klimaneutral ist.[1] Doch wie kann die Klimaneutralität erreicht werden?

Das Mittelstand-Digital Zentrum Hannover hat die Treppenmeister Partnergemeinschaft auf diesem Weg unterstützt, indem in einem gemeinsamen Projekt eine Strategie in Richtung Klimaneutralität bis zum Jahr 2030 auf den Weg gebracht wurde. Im Rahmen des Projekts entwickelte das Team ein Werkzeug zur Erfassung sowie Auswertung von Treibhausgasen in Anlehnung an das GHG-Protokoll.

Unternehmen und Produkt

Die Treppenmeister GmbH hat sich seit dem Gründungsjahr 1975 zum größten Franchise-Unternehmen im Bereich Treppenbau in Europa entwickelt.[2] Mit über 100 Handwerksunternehmen in Deutschland und den angrenzenden Staaten werden jährlich bis zu 25.000 Treppen gefertigt. Treppenmeister verfügt über ein eigenes Forschungs- und Entwicklungszentrum, in dem neue Produkte entwickelt werden.

Ausgangslage, Zielsetzung und Vorgehen

Das Unternehmen hat bereits erste Treibhausgasbilanzen anfertigen lassen und verursacht Emissionen in Höhe von ca. 7.500 Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr.[3] Seit Anfang des Jahres 2021 kompensiert Treppenmeister die Menge an Treibhausgasen, die sie noch nicht vermeiden bzw. reduzieren konnten. Treppenmeister und das Mittelstand-Digital Zentrum Hannover haben sich innerhalb des Projekts das Ziel gesetzt, die Frage zu beantworten, wie der Treibhausgasausstoß in den Scopes 1 bis 3 des GHG-Protokolls (weitere Informationen dazu finden Sie hier) weiter reduziert werden kann und welche Möglichkeiten es gibt, in den kommenden Jahren „echte Klimaneutralität“ mit möglichst wenig Kompensation zu erreichen.

Im Verlauf eines Kick-Off-Workshops wurde das gemeinsame Ziel definiert und ein Zeitplan mit Meilensteinen aufgesetzt. Im zweiten Schritt konnten die bestehenden Emissionsbilanzen analysiert und geprüft, sowie die bereits durchgeführten Maßnahmen zur Treibhausgasreduzierung untersucht werden. Wichtige Fragestellungen waren hier u.a.: „Wurden alle Scope 1 bis Scope 3 Emissionen nach GHG-Protokoll berücksichtigt?“ oder „Welche Annahmen wurden in der Treibhausgasbilanzierung getroffen?“. Dazu berechnete das Team die Gesamtemissionen, unterteilte die Emissionen nach Scope 1 bis 3 und ordnete die Emissionen den Quellen „Zentrale“, „Lieferant*innen“ und „Partner*innen“ zu. Ein Ergebnis ist, dass die Treppenmeister Partnergemeinschaft insbesondere im Bereich Scope 1 Emissionen ausstößt. Basierend auf den Ergebnissen konnte ein Emissionsziel und die dafür notwendige jährliche Reduzierung der Treibhausgase berechnet werden. Mit dem gesetzten Ziel, bereits bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu sein, müssen etwa 12 % der Treibhausgase pro Jahr eingespart werden. Im Rahmen des Projekts wurde sich darauf geeinigt, zuerst die Emissionsquellen zu priorisieren, bei denen die Emissionen einen hohen Anteil an den Gesamtemissionen ausmachen und deren Beeinflussbarkeit hoch ist. Hierzu bewertete das Team die Emissionsquellen und stellte diese anschließend gegenüber. Das Ergebnis war, dass besonders die Quellen „Transport“, „Wärme“ und „Strom“ zu erhöhten Emissionen führen, weshalb in diesen Bereichen Maßnahmen zur Emissionsreduzierung erarbeitet wurden.

Es wird angenommen, dass aufgrund des hohen Gesamtemissionsanteils der Emissionsquellen „Transport“, „Wärme“ und „Strom“ kurz- bis mittelfristig ein signifikanter Anteil an Emissionen (über 70%) eingespart werden kann. Nach der anschließenden Reduzierung der weiteren, schwerer zu beeinflussenden Emissionen, können die unvermeidbaren Treibhausgasemissionen kompensiert werden.

Nähere Informationen zu den Projektinhalten sowie zum entwickelten Werkzeug finden sie hier

Falls auch Sie Interesse an Klima- bzw. Treibhausgasneutralität in Bezug auf Ihre Produkte, Prozesse oder Ihr gesamtes Unternehmen haben und ein aufgrund öffentlicher Förderung kostenloses Gespräch mit unseren Expert*innen zu den Thema führen möchten, kommen Sie gerne unter auf uns zu. Wir freuen uns auf Sie!

[1] Schiffer 2021
[2] Treppenmeister 2022
[3] Treppenmeister 2021

 

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