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Nachhaltiges Wachstum durch Identifizierung der Produktionsverluste?

Ein starker Wille und großartige Ideen reichen nicht aus, um als produzierendes Unternehmen im Zeitalter des globalen Marktes wettbewerbsfähig zu bleiben. Unternehmen brauchen ein präzises Instrument, mit dem sie die wichtigsten Produktionsverluste erkennen können, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Aber wie können sie ihre Hauptproduktionsverluste identifizieren, um ihre Effizienz weiter zu steigern?

Smartes Wachstum

Viele Unternehmen schaffen im Laufe der Zeit neue Maschinen an und erweitern ihren Maschinenpark, um die Produktionskapazität kontinuierlich zu erhöhen. Sie gehen häufig davon aus, dass die Anzahl der Maschinen direkt proportional zu der Anzahl der hergestellten Produkte ist. Obwohl die Größe des Maschinenparks mit der Menge der hergestellten Produkte zusammenhängt, gibt es noch andere Faktoren, die die Produktionskapazität stark beeinflussen.

  • Besserer Arbeitsplan

Ein Faktor sind z. B. organisatorische Verluste, die entstehen, wenn in der Planung der Produktion Arbeitsunterbrechungen für Einschicht- oder Doppelschichtarbeit oder Urlaub nicht berücksichtigt werden.

  • Verbesserte Maschinenauslastung

Ein weiterer Faktor betrifft die Verfügbarkeit der Maschinen, die Maschinenauslastung. Dieser Faktor gibt das Verhältnis zwischen der tatsächlichen Arbeitszeit einer Maschine und der Sollarbeitszeit an. Die Sollarbeitszeit einer Maschine kann die Schichtarbeitszeit der Beschäftigten sein, die für die Berechnung der tatsächlichen Verfügbarkeit der Maschine um die Zeit zum Starten der Maschine, die Zeit für Wartungsreparaturen und das Austauschen von Verschleißteilen reduziert wird.

  • Erhöhung der Menge der produzierten Teile

Ein weiterer Faktor, der die Maschineneffizienz beeinflusst, ist der Produktivitätsfaktor. Er stellt das Verhältnis zwischen der tatsächlichen Anzahl der produzierten Einheiten und der geplanten Anzahl der zu produzierenden Einheiten dar. Die geplante Anzahl der Einheiten wird auf der Grundlage der verfügbaren Arbeitszeit der Maschine und der idealen Produktionszeit pro Einheit berechnet. Die geplante Anzahl von Einheiten weicht oft von der tatsächlichen Anzahl ab, weil die Maschinen kurzzeitig stillstehen, Leerlaufzeiten haben und die Produktionsgeschwindigkeit sinkt.

  • Maximierung der Produktqualität

Der letzte Faktor ist der Qualitätsfaktor, der das Verhältnis zwischen der Menge der Produkte mit der geforderten Qualität zu der Menge aller tatsächlich produzierten Produkte darstellt. Nur selten erfüllen alle produzierten Einheiten die Qualitätsstandards vollkommen. Gründe dafür sind unter anderem die Nichteinhaltung von Normen, Produktanomalien oder Verluste beim Anfahren der Maschine. All diese Faktoren beeinflussen die Produktionseffizienz von Maschinen und entscheiden darüber, ob das Unternehmen auf dem Markt wettbewerbsfähig ist.

 

Methode zur Analyse der Produktionsverluste

Eine Möglichkeit, die Effizienz von Produktionsanlagen quantitativ zu messen, ist der Ansatz der Gesamtanlageneffektivität (Overall Equipment Effectiveness – OEE). Bei diesem Ansatz werden die Hauptproduktionsverluste berechnet, die einen messbaren Vergleich der Effizienz

Figure 1: Visualisierung der vier Produktionsverluste: Organisationsverluste, Ausfallzeitverluste, Leistungsverluste und Qualitätsverluste.

einzelner Produktionsanlagen und ganzer Produktionsunternehmen ermöglichen. Die Visualisierung der Hauptproduktionsverluste hilft dabei, die Ursachen und Quellen der Verluste intuitiv zu erkennen und ihre Reduzierung zu planen.


Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit

Angenommen, die Maschine arbeitet während der gesamten geplanten Zeit und produziert alle Teile in der idealen geplanten Zykluszeit und alle produzierten Teile sind von guter Qualität, dann beträgt der OEE-Faktor 100 Prozent. Die meisten Fertigungsunternehmen erreichen einen OEE-Faktor von etwa 60 Prozent. Die Unternehmen, die die wichtigsten Produktionsverluste erfolgreich beseitigt haben, erreichen in der Regel eine OEE von über 85 Prozent. Die Steigerung des OEE-Faktors um 25 Prozent bedeutet viele Maschinenstunden ohne Stillstand, dadurch mehr produzierte Einheiten und die Einsparung Material durch weniger fehlerhafte Produkte. All dies führt zu niedrigeren Produktionskosten, so dass das Unternehmen seine Produkte zu niedrigeren Preisen anbieten kann und damit seine Wettbewerbsfähigkeit erhöht.

 

Wir unterstützen Sie gern!

Klingt die OEE-Technologie für Sie interessant? Wird in Ihrem Unternehmen eine Inspektion der Produktionsverluste benötigt? Kontaktieren Sie uns für ein individuelles Firmengespräch. Mehr zur Methode der Klassifizierung von Fehlersituationen und Anomalien im Prozess, um die Maschinenverfügbarkeit zu erhöhen, erfahren Sie in einem Projektbericht des KI-Fortschrittszentrums.

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